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Revenue Management Reporting

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Warum Revenue Management Reporting mehr ist als nur Zahlen aufbereiten

Die meisten Hoteliers kennen diese Situation: Am Morgen nach dem Check-out schauen Sie auf die Belegungszahlen von gestern und denken sich „Das war okay." Aber war es wirklich okay? Hätten Sie 15 Euro mehr pro Zimmer erzielen können? Hätten Sie die Gruppe doch besser ablehnen sollen, weil sie die Hochsaison-Nachfrage von Einzelreisenden verdrängt hat? Ohne strukturierte Reports bleiben diese Fragen unbeantwortet – und das kostet bares Geld.

Das fundamentale Problem: Reaktion statt Antizipation

Revenue Management existiert, weil Hoteleinnahmen nicht von selbst entstehen. Wenn Sie lediglich die vergangene Nacht analysieren, agieren Sie reaktiv. Sie reagieren auf das, was bereits geschehen ist. Revenue Management Reporting ermöglicht Ihnen, proaktiv zu handeln – die richtige Zimmermenge zum richtigen Preis an die richtige Gästeschicht zu verkaufen, bevor die Nachfrage sich materialisiert.

Bauchgefühl versus Datenanalyse

Ein erfahrener General Manager entwickelt mit der Zeit ein Gespür für Nachfrage. Das ist wertvoll. Aber selbst die beste Intuition hat eine Schwachstelle: Sie erfasst nur den offensichtlichen Moment. Ein Revenue Manager hingegen misst die Nachfrage über mehrere Zeithorizonte – morgen, nächste Woche, die nächsten 90 Tage. Er sieht Muster, die das Bauchgefühl nicht liefern kann: Wann steigt die Buchungsgeschwindigkeit? Welche Rate Senke sich? Wann dreht der Markt?

Distribution complexity verstärkt den Bedarf

Moderne Hotellandschaften sind komplex. OTAs liefern tägliche Daten, Direktbuchungen verhalten sich anders, Firmenraten werden langfristig verhandelt, Gruppenbuchungen haben völlig eigene Zeitachsen. Diese Kanäle bewegen sich nicht synchron. Ohne Reports, die alle Datenströme konsolidieren, verlieren Sie den Überblick – oder schlimmer: Sie optimieren einen Kanal zulasten eines anderen.

Die Kosten des Blindflugs

Der finanzielle Schaden ist greifbar. In der Hochsaison lassen Hotels durch schleichende Rabatte Einnahmen liegen, weil niemand rechtzeitig die Preisschwelle anhebt. In der Nebensaison Discountieren Sie unnötig, weil kein Report zeigt, dass die Nachfrage eigentlich stabil bleibt. Revenue Management Reporting ist kein Luxus – es ist die Grundlage für fundierte Entscheidungen, die unmittelbar auf Ihre Profitabilität einzahlen.

Was ist Revenue Management Reporting?

Revenue Management Reporting ist kein Luxus und kein Zahlenfriedhof. Es ist ein strukturiertes System aus täglichen, wöchentlichen und vorausschauenden Berichten, das Rohdaten aus Ihrem PMS in verwertbare Signale übersetzt. Ohne diese Übersetzung bleibt Ihre Datenbank ein dunkles Archiv – mit ihr wird sie Ihr wichtigstes Entscheidungswerkzeug.

Die drei Kernberichte

Jedes funktionierende RM-Reportingsystem basiert auf drei Report-Typen. Der Pick-up-Bericht zeigt die kurzfristige Buchungsgeschwindigkeit: Wie viele Zimmer wurden in den letzten 24, 48 oder 72 Stunden für ein bestimmtes Datum gebucht? Er misst die Velocity, nicht den Bestand. Dann kommt der Pace-Bericht, der die mittelfristige Entwicklung abbildet. Er vergleicht Ihren aktuellen Buchungsstand mit dem Vorjahreszeitpunkt (STLY) – und zeigt, ob Sie schneller oder langsamer buchen als 2023.

Der Tages-Dashboard konsolidiert beide Perspektiven mit zusätzlichen KPIs: ADR, RevPAR, OTB-Zahlen, OTA-Rate-Paritäten, Pick-up-Quote. Er bietet Ihnen den täglichen Überblick über alle Horizont simultaneously hinweg.

OTB versus Realisierung: Was wirklich zählt

On-the-Books (OTB) zeigt, was aktuell vertraglich gesichert ist – Zimmerkontingente, Gruppenraten, Firmenvereinbarungen. Aber OTB ist nicht gleich Realisierung. Eine Gruppe von 20 Zimmern klingt gut, aber wenn die Stornierungsrate bei 30 % liegt, materialisiert sich nur ein Teil. Ihr Report muss beide Dimensionen zeigen: den Commitments und die erwartete Realisierung.

STLY: Der richtige Maßstab, der richtige Zeitpunkt

Same-Time-Last-Year (STLY) ist Ihr universeller Referenzbenchmark. Warum? Weil er Ihnen zeigt, wie der Markt sich entwickelt, nicht nur Ihr Hotel. Aber Vorsicht: Vergleichen Sie niemals Ihren aktuellen OTB mit dem Vorjahresergebnis, also dem finalen Zahlenwerk von 2023. Das ist der klassische Fehler. Sie müssen mit dem messen, was zum selben Zeitpunkt im Vorjahr war – nicht mit dem Ziel, das Sie damals erreicht haben.

Operativ versus Strategisch

Ihr Reporting hat zwei Ebenen. Die operative Schicht beantwortet: Was ist gestern passiert? Wie viele Check-outs, welche ADR, welche Stornierungen? Die strategische Schicht fragt: Was wird in 30, 60, 90 Tagen passieren? Welche Preisanpassung ist nötig? Soll ich meine Raten-Strategie ändern?

Konkrete Anwendung: Wenn Ihr Pick-up-Bericht zeigt, dass für ein Datum in 30 Tagen 12 Zimmer in den letzten 7 Tagen gebucht wurden, während es im Vorjahr zum selben Zeitpunkt 18 waren, haben Sie ein negatives Pace von 33 %. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein klares Signal: Entweder stimmt Ihre Rate nicht, oder Ihre Distribution hat ein Problem. Ohne diese Zahl würden Sie es nicht wissen – bis die Nacht vorbei ist.

Wie es funktioniert: Der tägliche RM-Reporting-Rhythmus

Revenue Management Reporting entfaltet nur dann seinen vollen Wert, wenn es täglich und strukturiert eingesetzt wird. Hier ist der vollständige Ablauf einer funktionierenden RM-Routine – vom Morgen-Dashboard bis zur strategischen Preisanpassung.

Der Tages-Dashboard: Ihr Morgen-Briefing

Jeden Morgen startet ein Revenue Manager mit demselben Blick. Der Dashboard zeigt vier Kernzahlen, jeweils mit dem Vorjahresvergleich (STLY):

  • Auslastung auf dem Buchungsstand für die nächsten 30, 60 und 90 Tage
  • ADR auf dem Buchungsstand im Vergleich zu STLY ADR OTB
  • RevPAR auf dem Buchungsstand als composite Kennzahl
  • Pick-up der letzten 24 Stunden und 7 Tage, aufgeschlüsselt nach Segment (OTAs, Direkt, Gruppen, Corporate)

Diese vier Kennzahlen reichen, um den Tag einzuschätzen. Sind Sie voraus oder hinten im Vergleich zum Vorjahr? Welches Segment trägt die Lücke? Der Dashboard beantwortet diese Fragen in unter fünf Minuten.

Pick-up-Analyse: Die Buchungsgeschwindigkeit messen

Der Pick-up-Bericht ist Ihr kurzfristiges Frühwarnsystem. Pick-up bedeutet: neue Netto-Buchungen innerhalb eines Zeitraums. Eine Zahl von 15 Zimmern in den letzten 7 Tagen für ein Datum in 30 Tagen bedeutet: diese 15 Zimmer wurden neu gesichert – minus Stornierungen.

Die Interpretation ist einfach, wenn man sie konsequent anwendet:

  • Pick-up beschleunigt sich → Die Nachfrage ist stark. Halten Sie die Rate oder heben Sie sie an. Ihr Zimmer ist in diesem Segment mehr wert.
  • Pick-up verlangsamt sich → Die Nachfrage ist soft. Investigieren Sie: Ist es ein Preisproblem? Ein Distributionsproblem? Stimmt die Kanal-Performance?

Der 7-Tage-Pick-up ist das aktivste Signal für die nächsten 30 Tage. Wenn Ihr Pick-up für ein bestimmtes Datum in den letzten 7 Tagen unterdurchschnittlich war, haben Sie noch 23 Tage, um gegenzusteuern.

Pace-Analyse: Die Buchungskurve verstehen

Der Pace-Bericht ist Ihr mittelfristiges Instrument. Pace misst: OTB heute versus STLY OTB zum selben Zeitpunkt. Konkret: Wie viele Zimmer haben Sie heute für den 15. Juli reserviert, und wie viele waren es am selben Tag des Vorjahres?

Ein strukturiertes Pace-Tableau zeigt für jedes zukünftige Datum:

| Datum | OTB (Zimmer) | STLY OTB | Pace Δ | OTB ADR | STLY ADR | |-------|--------------|----------|--------|---------|----------| | 15. Juli | 48 | 62 | -23% | € 142 | € 128 | | 22. Juli | 31 | 31 | 0% | € 118 | € 115 | | 5. August | 19 | 28 | -32% | € 98 | € 102 |

In diesem Beispiel: Für den 15. Juli haben Sie ein Pace-Defizit von 23 %. Ihre OTB ADR liegt jedoch bei € 142 versus € 128 im Vorjahr – Sie holen über Preis, was Ihnen an Volumen fehlt. Das ist eine bewusste Entscheidung, die Sie nur mit diesen Zahlen treffen können.

Für den 5. August zeigt sich ein anderes Bild: Pace-Defizit von 32 % und eine niedrigere ADR. Hier liegt ein ernstes Problem vor – wahrscheinlich ein Distributions- oder Preisproblem, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.

Die Zeithorizont-Logik: Wann wird was relevant

Jeder Zeithorizont erfordert andere Entscheidungen:

  • J (heute): Operativ. Anreise-Tag. Housekeeping-Kapazität, Walk-Risiko, Upselling-Potenzial. Keine strategischen Preisanpassungen mehr.
  • J+7: Taktisch. Letzte-Minute-Fenster. Kann ich meine Rate kurzfristig anheben? Soll ich OTA-Kommissionen reduzieren, weil die Direktnachfrage stark ist?
  • J+30: Strategisches Preisfenster. Jetzt werden BAR-Rates angepasst, Rate-Fences geöffnet oder geschlossen, Angebotsstrukturen verändert. Die größte Hebelwirkung.
  • J+90: Prognose-Fenster. Gruppenstrategie, Corporate-Verhandlungen, saisonale Disposition. Hier werden Langfrist-Entscheidungen getroffen, die den Jahresertrag prägen.

Ein Revenue Manager navigiert täglich durch alle vier Horizonte. Wer nur auf J schaut, ist ein Feuerlöscher. Wer alle vier im Blick hat, ist ein Revenue Manager.

Best Practices für Revenue Management Reporting

Revenue Management Reporting liefert nur dann Mehrwert, wenn es diszipliniert und konsistent angewendet wird. Diese sieben Praktiken trennen Hotels, die Daten in Einnahmen verwandeln, von solchen, die Berichte produzieren und dann ignorieren.

1. Etablieren Sie ein tägliches Reporting-Ritual

Führen Sie Ihre Berichte jeden Morgen zur gleichen Zeit ein – 7:30 Uhr, nach dem Morgenbriefing. Nutzen Sie immer dieselben Berichte in derselben Reihenfolge. Revenue-Management-Entscheidungen ohne Ritual werden inkonsistent und emotional. Ihr Gehirn braucht Struktur, um Muster zu erkennen. Ohne sie ignorieren Sie signifikante Signale, weil "heute mal nicht nachgeschaut" wurde.

2. Segmentieren Sie Ihren Pick-up

Gesamt-Pick-up verschleiert die Realität. Ein Hotel mit unverändertem Gesamtpick-up könnte transient verlieren, während Gruppen auffüllen – zwei völlig unterschiedliche Situationen mit entgegengesetzten Handlungsbedarfen. Teilen Sie Ihren Pick-up immer auf: transient, Gruppe, Corporate, OTA. Erst dann sehen Sie die Wahrheit.

3. Nutzen Sie Pace für Auslöser, nicht zur Bestätigung

Wenn Ihr Pace-Bericht -30 % anzeigt, ist es möglicherweise zu spät für Gegenmaßnahmen. Reagieren Sie bei den ersten Anzeichen einer Abweichung: Sobald ein Pace-Defizit von mehr als 10 % 60 Tage vor Anreisetermin besteht, lohnt sich eine Untersuchung. Die Preisanpassung jetzt kostet weniger als die Analyse nach dem Verlust.

4. Unterscheiden Sie strukturelle von zeitlicher Schwäche

Ein Datum mit negativem Pace im Januar ist nicht dasselbe wie ein Datum, das erfahrungsgemäß spät bucht – etwa Leisure-Wochenenden oder Messebegleitungen. Benchmarken Sie immer gegen die richtige Referenz. Wenn Ihr System keine segmentspezifischen STLY-Vergleiche kann, führen Sie manuelle Anpassungen durch. Sonst treffen Sie die falschen Entscheidungen basierend auf falschen Vergleichen.

5. Machen Sie Berichte visuell

Ein Spreadsheet mit farbcodierten Zellen – grün für voraus, rot für hinter Pace – wird schneller verarbeitet als rohe Zahlenkolonnen. Geschwindigkeit der Erkenntnis ist entscheidend im Revenue Management. Fügen Sie Sparklines oder Trendpfeile hinzu. Jede Sekunde, die Sie mit dem Dekodieren von Zahlen verbringen, ist eine Sekunde ohne Handlung.

6. Teilen Sie ein wöchentliches RM-Summary mit der Geschäftsführung

Ein Seite, maximal. Drei Daten mit Handlungsbedarf. Eine Aktion pro Datum. Eine Kennzahl zur Verfolgung. Das hält die Hotelleitung informiert, ohne sie mit KPI-Details zu überfordern. Ein GM, der Ihren wöchentlichen Bericht in fünf Minuten lesen und verstehen kann, wird Sie bei Budgetentscheidungen unterstützen.

7. Archivieren Sie Ihre täglichen Snapshots

Revenue-Management-Daten werden mit der Zeit wertvoller. Die Snapshots von heute werden nächstes Jahr Ihr STLY-Baseline sein. Ohne historische Vergleichsdaten arbeiten Sie blind. Nutzen Sie Cloud-Speicher oder ein konsistentes Ordnersystem. Fünf Jahre archivierte Daten ermöglichen Ihnen, langfristige Trends zu erkennen – nicht nur jährliche Muster, sondern mehrjährige Verschiebungen in Ihrer Nachfragestruktur.

Markt und Hotetyp: Wie sich RM Reporting unterscheidet

Revenue Management Reporting ist kein Einheitsformat. Die Art, wie Sie Zahlen interpretieren, welche Signale Sie priorisieren und welche Fallstricke Sie vermeiden müssen, hängt stark von Ihrem Hotetyp und Markt ab. Was für ein City-Hotel funktioniert, kann für ein Resort ruinös sein.

Unabhängige Hotels: Kein externer Vergleich

Ohne Marken-Benchmarking fehlt Ihnen der externe Kompass. Kein STR-Bericht zeigt Ihnen, wie Ihr RevPAR im Vergleich zum Wettbewerb steht. Das bedeutet: Ihr Pick-up- und Pace-Bericht sind Ihre primären externen Signale – und gleichzeitig Ihre einzige Referenz. Bauen Sie Ihre eigene STLY-Datenbank von Tag eins an auf. Konsistente historische Snapshots sind nicht optional. Ohne sie vergleichen Sie sich in drei Jahren nur noch mit Bauchgefühl.

Boutique- und Resort-Hotels: Die Langstrecke

Hier buchen Gäste 60 bis 180 Tage im Voraus. Das bedeutet: Der Pace-Bericht wird erst bei 90 Tagen wirklich kritisch. Transient-Lisure-Nachfrage reagiert stärker auf Preissignale als Corporate-Nachfrage – Ihre Pick-up-Antwortkurven sind steiler. Wenn ein Datum in 90 Tagen hinter Pace liegt, bleiben Ihnen vielleicht noch 30 Tage, um gegenzusteuern, bevor die Buchungsgeschwindigkeit unumkehrbar abnimmt. Handeln Sie früh.

City-Hotel mit Geschäftsreisen: Das Sichtbarkeitsproblem

Corporate-Buchungen bleiben oft bis 14 Tage vor Anreise unsichtbar – verhandelte Raten werden direkt und außerhalb des OTA-Ökosystems gebucht. Ihr Pick-up-Bericht zeigt Ihnen transient OTA, aber nicht denCorporate-Block. Wenn Sie nur den sichtbaren Pick-up analysieren, könnten Sie vorschnell die Rate senken, weil es "so aussieht, als ob keiner bucht". Unterscheiden Sie immer zwischen transient OTA und Corporate Direct im Pick-up-Bericht.

Saisonmärkte: Der Kalender-Fallstrick

STLY-Vergleiche können irreführend werden, wenn sich der Kalender verschiebt. Ostern wandert. Schulferien variieren. Messen und Events verändern das Nachfrageprofil von einem Jahr zum nächsten. Wenn der 15. April 2024 auf einen Dienstag fällt und 2023 auf einen Donnerstag, ist ein direkter Vergleich wertlos. Kennzeichnen Sie Kalenderanomalien immer in der Kommentarspalte Ihres Pace-Berichts. Notieren Sie: "Ostern KW 16 vs KW 15 2023" oder "Messeverlegung".

Kleine Hotelketten mit geteilter RM-Funktion

Ein Revenue Manager für drei bis fünf Hotels kann nicht täglich fünf separate Dashboards durchgehen. Für diesen Fall ist ein konsolidierter Pace-Bericht essenziell, der alle Objekte gleichzeitig zeigt – mit Abweichung und Priorisierung nach Größe. Sortieren Sie nach dem größten negativen Pace-Delta. Das größte Problem zuerst. So nutzen Sie Ihre begrenzte Zeit effektiv und vermeiden es, dem scheinbar drängendsten, aber kleinsten Problem nachzujagen.

Häufige Fehler im Revenue Management Reporting

Revenue Management Reporting liefert nur dann Wert, wenn es korrekt angewendet wird. Diese sechs Fehler kosten Hotels systematisch Geld – und werden immer wieder gemacht.

1. OTB mit dem Vorjahresfinal vergleichen

Dies ist der grundlegendste aller STLY-Fehler. Wenn ein Datum im Vorjahr 80 % Auslastung hatte und Sie heute bei 55 % OTB liegen, ist Panik verfrüht – wenn Sie zum selben Zeitpunkt des Vorjahres ebenfalls bei 50 % OTB waren. Der Endstand ist irrelevant. Vergleichen Sie immer den OTB-Stand zum selben Zeitpunkt. Äpfel mit Äpfeln.

2. Nur eine Kennzahl betrachten

Ein Hotel mit stabilem Auslastungs-Pace, aber sinkendem ADR-Pace verliert tatsächlich Umsatz pro Zimmer. Melden Sie nie Auslastung ohne ADR. Berichten Sie RevPAR als kombinierte Kennzahl. Eine steigende Auslastung bei fallender ADR ist kein Erfolg – es ist eine Subventionierung Ihrer Gäste auf Ihre Kosten.

3. Segment-Mix-Verschiebungen ignorieren

Ihr Gesamtpick-up kann gesund aussehen, während sich der Kanal-Mix in Richtung hochprovisionierter OTAs verschoben hat. Der Pick-up-Bericht muss nicht nur zeigen, wie viele Zimmer, sondern durch welchen Kanal. 20 neue OTA-Zimmer zu € 89 sind weniger wert als 15 Direktzimmer zu € 105.

4. Zu spät handeln

Viele Hotels überprüfen den Pace-Bericht nur monatlich. Wenn ein Datum in 30 Tagen ein severe Defizit zeigt, kann das handlungsfähige Preisfenster bereits geschlossen sein. Wöchentliche Überprüfung ist Minimum. Täglich während Hochphase-Perioden.

5. Berichte zur Rechtfertigung statt zur Steuerung nutzen

„Schauen Sie, unsere ADR ist im letzten Monat gestiegen" ist operatives Reporting, verwendet als Revenue Management. RM Reporting muss vorausschauend sein: Was wird der nächste Monat bringen, wenn der aktuelle Pace sich fortsetzt? Welche Handlung ergibt sich daraus?

6. Rohe Daten ohne Übersetzung präsentieren

Ein GM, der einen Pick-up-Bericht mit 12 Spalten ohne Interpretation sieht, wird das Interesse verlieren. RM-Berichte für die Hotelleitung müssen ein klares „Was bedeutet das?" und „Daher werden wir tun" für jeden Datenpunkt enthalten. Kein Führungskraft hat Zeit, selbst zu interpretieren. Ihre Aufgabe ist es, die Interpretation zu liefern – nicht nur die Zahlen.

Elyra: Wo Revenue Management Reporting in die Praxis kommt

Revenue Management Reporting scheitert oft nicht an fehlendem Wissen, sondern an fehlender Umsetzung. Der tägliche Aufwand, Daten aus dem PMS zu extrahieren, in Tabellen zu formatieren und mit STLY zu vergleichen, frisst Zeit, die besser für Entscheidungen genutzt würde. Elyra Suite ist das Werkzeug, das diese Reibung entfernt.

Automatisierte Pick-up- und Pace-Berichte

Elyra extrahiert Daten direkt aus Ihrem PMS – keine manuellen Exports, keine spreadsheet-Arbeit. Pick-up-Berichte und Pace-Analysen werden automatisch berechnet, sobald neue Buchungen eingehen. Die Zeit, die Sie bisher für die Datenerfassung aufgewendet haben, steht ab sofort für die Analyse zur Verfügung.

Das tägliche RM-Dashboard

Das Dashboard in Elyra zeigt Ihnen OTB versus STLY über einen rollierenden 90-Tage-Horizont – farbcodiert. Grüne Zellen signalisieren voraus, rote zeigen Handlungsbedarf. Kein manuelles Formatieren, kein Farbcodieren. Die Informationen, die Sie jeden Morgen in fünf Minuten lesen können, sind sofort verfügbar.

Verbindung zur Preismaschine

Elyra verbindet das Reporting mit seiner Pricing-Engine. Wenn ein Pace-Defizit auf einem bestimmten Datum erkannt wird, kann automatisch eine Preisanpassungsempfehlung ausgelöst werden – ohne dass Sie die Zahl manuell suchen und interpretieren müssen. Das System erkennt das Problem und schlägt die Reaktion vor.

Das wöchentliche GM-Summary

Ein Klick: Elyra generiert ein einseitiges RM-Summary für die Geschäftsführung. Plain-Language-Kommentare begleiten die Daten – nicht nur Zahlen, sondern ein „Was bedeutet das?" und „Daher handeln wir". Kein manuelles Zusammenfassen mehr.

Historische Snapshot-Archivierung

Elyra speichert tägliche OTB-Snapshots automatisch. Nächstes Jahr ist Ihr STLY-Baseline vollständig vorhanden – ohne manuelles Backfilling, ohne Lücken. Die Daten werden mit der Zeit wertvoller, weil sie kontinuierlich wachsen.

Elyra entfernt die operativen Hürden, die Revenue Manager davon abhalten, Reporting täglich und konsistent zu betreiben. Das Werkzeug sollte unsichtbar sein – die Entscheidungen, die es ermöglicht, sind sichtbar.

Weiterführende Ressourcen

Revenue Management Reporting ist das Fundament, auf dem die gesamte RM-Disziplin aufbaut. Die Daten, die Sie täglich erfassen, sind der Rohstoff für Prognosen, Preisanpassungen und strategische Entscheidungen. Ohne strukturiertes Reporting bleibt jedes Pricing, jede Forecast und jede Distributionsentscheidung im Bauchgefühl verankert – und damit fehleranfällig. Die folgenden Ressourcen führen Sie von der Datenanalyse zur datengestützten Entscheidung.

Weiterführende Themen:

  • Nachfrageprognose für Hotels – wie Sie aus Pick-up-Daten verlässliche Forecasts für die nächsten 30, 60 und 90 Tage erstellen und welche Rolle historische Muster dabei spielen
  • Preisstrategie für Hotels – wie Pace-Daten Preisanpassungen auslösen und wann Sie Ihre BAR-Rate anheben oder senken sollten, basierend auf quantitativen statt quantitativen Signalen
  • Overbooking-Strategie – wie Pick-up und Pace die Overbooking-Kalibrierung informieren und wie Sie das Risiko von Walk-Ins gegen den erwarteten No-Show-Verlust abwägen
  • Kanal-Mix-Optimierung – wie Segment-Pick-up die Kanalleistung offenlegt und welche Rückschlüsse sich für die Distribution und Provisionsverteilung ergeben
  • Distributionskostenanalyse – wie Sie die Kosten pro Kanal in Ihr RM-Reporting integrieren, um zu verstehen, ob eine OTA-Buchung tatsächlich profitabel ist oder nur Auslastung vorgaukelt